1489 GEMEINSAM STARTEN Sprache erwerben und anwenden
© Finken-Verlag · www.finken.de Gemeinsam starten · Lesen und Schreiben 7 Konzept Kapitel „Bewegung“ (Seite 61 bis 88) Das erste Teilthema „ In der Pause “ ist sprachlich hauptsächlich geprägt durch die Aktivitäten, die den Kindern am meisten Spaß machen. Die Erweiterung des Wortschatzes, was die Verben und die Nomen betrifft, kann ganz konkret „draußen“ stattfinden und später „drinnen“ (im Klassen raum) erweitert und wiederholt werden. Die Namen der Geräte, z. B. die Reifenschaukel, prägen sich besser ein, wenn man das Gerät sieht, es anfassen, beschreiben und ausprobieren kann. In Verbindung mit dem Verb entstehen einfache vollständige Sätze. Die Pause bietet darüberhinaus fast täglich weitere Erzähl- und Sprechanlässe, sei es ein kleiner Streit, ein Missgeschick beim Spielen oder eine Erfolgsmeldung beim Ballspielen. Auch beim zweiten Teilthema „ In der Sporthalle “ geht es um die Benen nung von Geräten und Aktivitäten, um die Orientierung und das Vertraut werden mit der großen Halle. Alles, was die Kinder hier selbst tun oder als Aufgabe gestellt bekommen, wird mit Sprache begleitet und kann nur umgesetzt werden, wenn die Begrifflichkeiten häufig wiederholt und Teil des alltäglichen Wortschatzes werden. Kapitel „Erzählen und Vorlesen“ (Seite 89 bis 118) Dieses Kapitel ist bewusst in die Mitte der Seitenrandillustrationen gesetzt und zeigt einen Gesprächskreis als Symbol dafür, wie entscheidend das Zuhören und Sprechen, das Erzählen und Kommunizieren für die Förde rung einer qualifizierten Mündlichkeit ist. Eine vierseitige Planungshilfe (Seite 89 ff.) führt Sie in die Arbeitsweise mit diesem Kapitel ein. Nutzen Sie die Sprachangebote dieses Kapitels so oft wie möglich ( Tipp : mindestens einmal pro Woche), auf unterschiedlichen Aufgabenniveaus, mal als Einstieg in eine Stunde, mal ausführlicher und mit mehr Zeit im Gesprächskreis, mal als selbstständige Zwischenübung in der Partner-oder Gruppenarbeit oder als wiederkehrendes Ritual – unabhängig von den schulischen Inhalten der anderen Bereiche. Zwei umfangreiche Vorleseprojekte (ab Seite 109) ergänzen das Kapitel. Das regelmäßige Vorlesen, das gemeinsame Betrachten von Bilderbüchern und das verstehende Zuhören sind wichtige Bau steine für eine gelingende passive und aktive Sprachentwicklung. In diesem Ordner werden dazu das bekannte Grimm’sche Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ und eine Geschichte von Barbara Bartos-Höppner „Die Waldmaus und die Hausmaus“ (ursprünglich eine Fabel von Aesop) angeboten, um allen Kindern – begleitet von den methodischen Hilfen des dialogischen Lesens / Vorlesens – eine Begegnung mit einer bildreichen und fantasievollen Sprache zu ermöglichen. In einer für das Vorlesen angenehmen und ruhigen Atmosphäre, z. B. im Sitzkreis oder in der Lese ecke, erleben die Kinder eine Welt und eine Sprache, die Platz hat für eigene Fantasien und Wünsche. Es ist zwar nicht ihre Alltagssprache und nicht ihre eigene Lebenswelt. Dennoch eröffnet sich ihnen die Chance, mit den Figuren mitzufühlen, sich mit ihnen im Nachspielen und Nachsprechen der Situa tionen zu identifizieren und dabei literarische und sprachliche Entdeckungen zu machen. Beim „dialogischen Lesen / Vorlesen“ profitieren alle – besonders auch die Kinder mit Deutsch als Zweitsprache – davon, dass sie sich aktiv am Vorlesen beteiligen können. Die Lehrer*innen stellen Rückfragen, greifen Antworten und Erklärungen der SuS wieder auf, loben, ergänzen und erweitern das Gesagte. Im Austausch der Kommunikationspartner festigen sich neue Wörter und grammatische Strukturen.
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