1610 Rechtschreibleiter

Rechtschreibleiter Alphabetischer Bereich Stufen 1–6 Ein Förderprogramm zur Rechtschreibung in 16 Lernstufen

Rechtschreibleiter Orthografischer Bereich Stufen 7–11 Ein Förderprogramm zur Rechtschreibung in 16 Lernstufen

Rechtschreibleiter Morphematischer Bereich Stufen 12 –16 Ein Förderprogramm zur Rechtschreibung in 16 Lernstufen

4 © Finken-Verlag · www.finken.de Materialübersicht Ordner 1 · Alphabetischer Bereich · Stufen 1– 6 mit • einem Handbuch zur Gesamtkonzeption • einem Lernplakat zu jeder Stufe • einem Spielplan • einem förderdiagnostischen Einstufungstest • Kopiervorlagen mit Register zu jeder Stufe • Bild-/Wortkarten zu jeder Stufe (insgesamt 11 Kartensätze) Ordner 2 · Orthografischer Bereich · Stufen 7–11 mit • einem Lernplakat zu jeder Stufe • einem Spielplan • einem förderdiagnostischen Einstufungstest • Kopiervorlagen mit Register zu jeder Stufe • Wortkarten zu jeder Stufe (insgesamt 9 Kartensätze) Ordner 3 · Morphematischer Bereich · Stufen 12 –16 mit • einem Lernplakat zu jeder Stufe • einem Spielplan • einem förderdiagnostischen Einstufungstest • Kopiervorlagen mit Register zu jeder Stufe • Wortkarten zu jeder Stufe (insgesamt 12 Kartensätze) Es gibt noch mehr Anfangsbausteine: bei-, dar-, miss-, unter-, weiter-, wider- (gegen), zer-, zu- … 12 ab ab fallen her her kommen an an kommen hin hin fallen auf auf fallen mit mit machen aus aus laufen nach nach laufen be be greifen über über holen durch durch setzen um um ziehen ein ein kaufen ver ver laufen ent ent kommen vor vor schlagen er er finden weg weg fahren fort fort laufen wieder wieder holen © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Soll ich etwas für dich auf bauen, abbauen, nachbauen oder umbauen? An fangsbausteine er kennen und richtig schreiben! Endbausteine bei Nomen erkennen und richtig schreiben! Es gibt noch mehr Endbausteine: -chen, -lein, -ling, -sal, -tum … Keine Ahnung ! 13 © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Entschuldigung ! In welcher Richt ung ist die Versamml ung der Frösche? er der Träum er der Läuf er er in die Träum er in die Läuf er in er ei seltener! die Träum er ei die Lauf er ei ung häufig! die Acht ung die Richt ung schaft die Freund schaft die Wissen schaft nis das Zeug nis das Hinder nis heit die Frech heit die Gesund heit keit die Heiter keit die Fröhlich keit 14 Endbausteine bei Adjektiven erkennen und richtig schreiben! ig art ig witz ig lich fröh lich schreck lich los mut los acht los bar wunder bar sonder bar haft schreck haft traumhaft sam müh sam spar sam isch automat isch träumer isch © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Sonn ig , herr lich , wunder bar ! Das Leben kann so traumhaft sein. 15 Einmal h im Hauptbaustein – immer h! ah/äh eh oh/öh uh/üh fahr en fehl en bohr en fühl en ge fahr en ge fehl t gebohr t ge fühl t ge fähr lich Fehl er Bohr er Ge fühl e zähl en wehr en wohnen führ en gezähl t gewehr t gewohn t ge führ t Er zähl ung ver wehr en bewohnen Führ ung Wörter, bei denen das h durch Verlängerung hörbar ist: das Reh – die Re he du gehst – ge hen nah – die Nä he der Zeh – die Ze hen sie steht – ste hen früh – frü her © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Mit dieser Bohrmaschine kann ich ohne laute Bohr geräusche tiefe Löcher in die Wand bohr en. 16 Manche Wörter muss ich mir einfach merken! Da hilft nur noch MERKEN, MERKEN, MERKEN! das Haar, der See, der Zoo … der Dachs, der Fuchs, wachsen, wechseln … die Vase, der Vater, der Vogel, vielleicht … die Mandarine, die Maschine, die Praline … der Boxer, der Mixer, der Text … die Apotheke, das Baby, der Computer, die Party, das Theater, das Training … © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Einmal ie – immer ie! Verliebte Frösche schicken ihrem Liebling ständig Liebesbriefe. 7 Wortfamilien mit ie die Brie fe der Brief der Briefkasten… spie len du spielst das Spielzeug … sie gen du siegst siegreich ... krie gen du kriegst gekriegt … lie ben du liebst beliebt … © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Einmal doppelt – immer doppelt! 8 *Achtung, ck darfst du bei der Silbentrennung am Zeilenende nicht trennen! Nanu, alles dop pelt ge mop pelt! ff tref fen du triffst der Treffpunkt ll schnel ler schnell am schnellsten mm stim men bestimmt die Stimmgabel nn ken nen du kennst die Bekannten pp klap pen es klappt der Klappstuhl rr ir ren du irrst dich der Irrtum ss küs sen du küsst der Kuss tt glat ter glatt das Glatteis tz (zz) blit zen geblitzt das Blitzlicht ck (kk)* dic ker dick am dicksten © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Wortende unklar? Verlängern hilft! Du bist mein Freund! 10 Klar, wir beide sind Freun de. -g der Berg die Ber ge der Zug die Zü ge du fegst fe gen -d der Freund die Freun de wild wil der der Handball die Hän de © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter -b der Stab die Stä be der Staub stau big du lebst le ben 11 Nomen schreibe ich am Anfang immer groß! Glaub mir bloß, Nomen schreibt man groß! Nomen kann man einteilen: Eigennamen Lebewesen Dinge Gefühle/Gedanken Julia, Berlin Rose, Fisch Ball, Tasse Liebe, Wut Nomen haben einen Begleiter (außer einigen Eigennamen): der Hund die Tasche die Pause ein Hund eine Tasche eine Pause Die meisten Nomen können in die Mehrzahl gesetzt werden: das Kind – die Kinder der Wald – die Wälder © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter 1 Silben tanzen macht Spaß! Ha se Ho se Rei se Ro se Schu le lau fen ler nen le sen schaf fen wis sen Löf fel Som mer Was ser lei se wei se Ich tanze und schwinge die Wörter in Sil ben! © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Ich spreche beim Schreiben genau und langsam mit! Mein Tipp: sprich mit ! 2 ba den ge hen kau fen sit zen Am pel Ap fel Be sen Ga bel Kof fer Luft pum pe Pa pa gei Te le fon © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Hör, wie viele Silben klingen – schon wird dir das Schreiben gelingen! 3 Blu me Bril le Flö te Freun de blei ben bren nen flit zen klet tern Kro ko dil Kro ne Schrau be Trom pe te Ich überprüfe die Wörter mit Sil ben bö gen! © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Sprung für Sprung und Stein für Stein präg ich mir diese Wörter ein. 4 die Steine der Stempel die Stimme die Stunde starten staunen stellen stürzen der Spaten der Specht die Spinne die Spirale sparen sprechen springen anspitzen Ich spreche scht und schreibe St /st! Ich spreche schp und schreibe Sp/sp! © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter ß folgt nur nach einem langen Selbstlaut oder nach au ei eu! Das ß – werd bloß nicht bange, zischt gefährlich wie ’ne Schlange! 5 die Flö ße – das Floß bei ßen – er beißt die Fü ße – der Fuß flie ßen – es fließt die Grü ße – der Gruß grü ßen – du grüßt die Klö ße – der Kloß hei ßen – du heißt die Ma ße – das Maß schie ßen – du schießt die Spä ße – der Spaß schlie ßen – sie schließt © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Ich spreche kw und schreibe Qu/qu! Quakfrösche machen gerne Quatsch. Quak! die Quelle die Qualle das Quadrat quer überqueren die Überquerung quetschen gequetscht die Quetschung quatschen gequatscht der Quatsch bequem bequemer am bequemsten © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter 6 Ich merke mir schlau: ä und äu kommen meist von a und au! Träumen kommt von Traum, das ist doch klar – und Schläfchen von Schlaf, wie wunderbar! 9 ä a äu au die Wälder der Wald die Bäume der Baum du hältst halten schäumen der Schaum stärker stark es läutet laut das Gefängnis fangen die Räume der Raum © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter

© Finken-Verlag · www.finken.de 5 Lernkonzept und Zielgruppe „Die deutsche Rechtschreibung ist unlogisch!“ Dieser Satz wird leider immer wieder von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften geäußert. Mit der Rechtschreibleiter möchte ich das Gegenteil behaupten und beweisen: Es gibt ein System, mit dem die Rechtschreibung erklärbar ist. Dieses hier vorgelegte System basiert nicht ausschließlich auf linguistischen Prinzipien, sondern orientiert sich daran, wie und in welchen Schritten die Rechtschreibung für die Lernenden durchschaubar und für die Lehrenden vermittelbar ist. Der hier angebotene sukzessive Aufbau der Rechtschreibsicherheit mithilfe 16 aufeinander aufbauender Stufen bzw. Strategien folgt im Wesentlichen den Erkenntnissen und Forschungen von Carola Reuter-Liehr (Reuter-Liehr, C., 2001: Lautgetreue Rechtschreib- förderung) und Christine Mann (Mann, C., 1991, 5. Aufl. 2002: Selbstbestimmtes Rechtschreiblernen). Diese beiden Autorinnen seien unbedingt zur vertiefenden Lektüre empfohlen. Ohne die Zusammenarbeit mit ihnen, ohne meine Göttinger Ausbildung zum Legasthenietherapeuten und ohne die zeitweilige Mitarbeit in dem Forschungsprojekt wäre mir das hier vorgelegte System verschlossen geblieben. Daher gilt diesen beiden mein ganz besonderer Dank. Die Rechtschreibleiter beinhaltet im Vergleich zu dem von Frau Reuter-Liehr vorgelegten umfangreichen Material eine anders akzentuierte Abfolge, die in der Reduktion im Hinblick auf Ziel und Zielgruppe entstanden ist. Das hier vorgelegte Übungsmaterial ist vorrangig geeignet für rechtschreibschwache Kinder der 2. – 4. Klasse der Primarstufe. In Einzelfällen ist die Arbeit auch mit Kindern der 5. Klasse möglich. Auch in Förder- und Sonderschulen ist das Material sehr gut einsetzbar. Das Material (Plakate, Spiele, Arbeitsblätter) lässt sich für die Kleingruppenförderung und Einzelförderung nutzen. Aber auch die „normalen“ Rechtschreiblerner*innen profitieren von den methodisch strukturierten Übungsangeboten. Im Sinne einer guten Verzahnung von Regel- und Förderunterricht können die dargebotenen Strategien sehr wohl auch im regulären Deutschunterricht aufgegriffen werden. Ziel allen Handelns mit diesem Material ist der sukzessive Aufbau von Rechtschreibsicherheit entsprechend der von Reuter-Liehr explorierten Prinzipien „Erfolge von Anfang an“, „vom Leichten zum Schweren“ und „vom Häufigen zum Seltenen“ (2001, S. 48 ff.). Die in der Rechtschreibleiter angebotenen Strategien folgen diesen Prinzipien so weit wie möglich, um das Kind in seinem Lernprozess zu stärken und auch der Lehrkraft die notwendige Struktur für die Vermittlung von Rechtschreibsicherheit zu geben. Die hier dargebotene Reihenfolge muss nicht von jedem Kind Schritt für Schritt durch- laufen werden. Je größer jedoch die bestehenden Rechtschreibunsicherheiten sind, desto wichtiger wird es sein, die grundlegenden alphabetischen Stufen zu erarbeiten. Schnelle Lerner*innen mit einem guten Selbstvertrauen werden diese Stufen sicher auch schneller durchlaufen können. Wenn Sie als Lehrkraft unsicher sind, an welcher Stelle die Lernenden einsteigen sollten, nehmen Sie einfach die förderdiagnostischen Einstufungstests (s. S. 14), um festzustellen, welche Strategien die Kinder bereits beherrschen. In der Regel hilft auch ein Blick auf die letzten Diktate und die Spontanschreibungen, um zu erkennen, mit welchen Strategien das Kind noch Schwierigkeiten hat.

6 © Finken-Verlag · www.finken.de Aufbau der Rechtschreibleiter Grundsätzlich verfolgt der Stufenaufbau der Rechtschreibleiter das Ziel, den Lehrenden und Lernenden ein sinnvolles System zum Aufbau von Rechtschreibsicherheit anzubieten. Die hier aufgegriffenen Rechtschreibstrategien werden in nahezu allen Veröffentlichungen zur Rechtschreibung immer wieder in unterschiedlicher Weise den alphabetischen, orthografischen und morphematischen Strategien zugerechnet. Ich möchte keineswegs behaupten, dass der hier angebotene Aufbau der einzig richtige ist. Ich wage aber aufgrund meiner Berufspraxis die These, dass diese in Stufen unterteilte Abfolge an Rechtschreibstrategien für die Lernenden äußerst hilfreich ist, um grundlegende Rechtschreibsicherheit aufzubauen. In diesem Sinne gilt es, die Stufen der Rechtschreibleiter im Förderunterricht, im Klassenunterricht und in der Einzelförderung zu nutzen. Alphabetischer Bereich: Die Stufen 1– 6 Mitsprechstrategie: Ebene der eindeutigen Laut-Buchstaben-Zuordnung, Erfassen der Gliederung in Sprechsilben Etwa 60 Prozent unseres Schriftwortschatzes sind lautgetreu (Reuter-Liehr, S. 50). „Laut- getreu“ ist dabei kein linguistischer Begriff, sondern ein didaktischer: „Lauttreue ist … kein Merkmal von Buchstaben, sondern eine Eigenschaft, die Wörtern zugesprochen werden kann, wenn diese beim Schreiben unmittelbar mitsprechbar sind“ (ebd., S. 55). Das Wortmaterial der Stufen 1– 6 orientiert sich am von Reuter-Liehr vorgelegten Stufenaufbau des lautgetreuen Schreibens (vgl. Reuter-Liehr, S. 52ff.), ist aber aus pragmatischen Gründen im Hinblick auf die Zielgruppe anders akzentuiert. 1 Silben tanzen macht Spaß! Ha se Ho se Rei se Ro se Schu le lau fen ler nen le sen schaf fen wis sen Löf fel Som mer Was ser lei se wei se Ich tanze und schwinge die Wörter in Sil ben! © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Ich spreche beim Schreiben genau und langsam mit! Mein Tipp: sprich mit ! 2 ba den ge hen kau fen sit zen Am pel Ap fel Be sen Ga bel Kof fer Luft pum pe Pa pa gei Te le fon © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Hör, wie viele Silben klingen – schon wird dir das Schreiben gelingen! 3 Blu me Bril le Flö te Freun de blei ben bren nen flit zen klet tern Kro ko dil Kro ne Schrau be Trom pe te Ich überprüfe die Wörter mit Sil ben bö gen! © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Sprung für Sprung und Stein für Stein präg ich mir diese Wörter ein. 4 die Steine der Stempel die Stimme die Stunde starten staunen stellen stürzen der Spaten der Specht die Spinne die Spirale sparen sprechen springen anspitzen Ich spreche scht und schreibe St /st! Ich spreche schp und schreibe Sp/sp! © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter ß folgt nur nach einem langen Selbstlaut oder nach au ei eu! Das ß – werd bloß nicht bange, zischt gefährlich wie ’ne Schlange! 5 die Flö ße – das Floß bei ßen – er beißt die Fü ße – der Fuß flie ßen – es fließt die Grü ße – der Gruß grü ßen – du grüßt die Klö ße – der Kloß hei ßen – du heißt die Ma ße – das Maß schie ßen – du schießt die Spä ße – der Spaß schlie ßen – sie schließt © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Ich spreche kw und schreibe Qu/qu! Quakfrösche machen gerne Quatsch. Quak! die Quelle die Qualle das Quadrat quer überqueren die Überquerung quetschen gequetscht die Quetschung quatschen gequatscht der Quatsch bequem bequemer am bequemsten © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter 6

© Finken-Verlag · www.finken.de 7 Diese ersten sechs „alphabetischen“ Stufen sind insbesondere für Kinder unerlässlich, die entweder am Anfang des Rechtschreiblernens stehen oder aber im Rechtschreiblernprozess bisher gescheitert sind, d. h. keine ausreichenden Leistungen erzielen konnten. Im Zentrum der ersten sechs Stufen steht die 100-prozentige 1:1-Zuordnung von Laut und Buchstabe. Die Aufgliederung in Sprechsilben und die Mitsprechbarkeit sind hier zentrale Mittel, um den Lernenden eine Strukturierung des Wortmaterials und des Schreibprozesses zu ermöglichen. Nach jeder Sprechsilbe kann im Schreibprozess z. B. auch eine Pause eingelegt werden. Innerhalb der sechs Stufen gibt es eine didaktische Folge „vom Leichten zum Schweren“, damit die Lernenden „von Erfolg zu Erfolg“ (vgl. Reuter-Liehr, S. 48ff.) geführt werden können und zunehmend mehr Selbstvertrauen und Rechtschreibsicherheit erlangen. Stufe 1 Lautgetreue Wörter mit „Dauerkonsonanten“ Diese Stufe umfasst Wortmaterial mit den lang mitsprechbaren „Dauerkonsonanten“ (vgl. Reuter-Liehr, S. 53) F, L, M, N, R, S, SCH, W, H, Z, J, CH. Wörter mit diesen Konsonanten können beim Schreiben so lange mitgesprochen werden, wie es das individuelle Schreibtempo erfordert („Mitsprechwörter“, s. C. Mann, S. 12). Daher können auch langsame und ungeübte Schreiber*innen mit diesem Wortmaterial Erfolge erzielen. Silbentanzen: Die Wörter dieser Stufe (und im Übrigen aller ersten sechs Stufen) können in Silben „getanzt“ werden. Das Kind kann – wie auf dem Lernplakat der Stufe 1 darge- stellt – in einer Seitwärtsbewegung für jede Silbe einen langen Schritt zur Seite in Schreibrichtung und parallel dazu mit der Schreibhand einen tiefen Bogen für jede Silbe schwingen (vgl. Reuter-Liehr, S. 95: „Rhythmisch-silbierendes Schwingen und Schreiten“). Diese Methode ist universell einsetzbar. So habe ich sie auch in ganzen Klassen genutzt, um Wörter durchzugliedern und die Anzahl der Sprechsilben festzustellen. Die Anwendung dieser Methode ermöglicht auch einen „diagnostischen Blick“: Nahezu jedes lese-rechtschreibschwache Kind, das mir in meiner langjährigen Berufspraxis begegnete, hatte zunächst große Schwierigkeiten, die Wörter nach Sprechsilben durchzugliedern. Wichtig: Auch Doppelkonsonanten können mit dem rhythmischen Silbentanzen hörbar gemacht werden, z. B. in „Schif-fe“. C. Mann beschreibt diese Strategie auch als Anwendung der sog. Pilotsprache: „In der Pilotsprache wird zwischen den Sprecheinheiten eine deutliche Pause gemacht. Dadurch können Kürzezeichen (doppelter Mitlaut und tz) hörbar werden, wenn sie zwischen zwei Vokalen stehen. Auch das ck ist ein solches Kürzezeichen“ (Mann, S. 13). Ziel ist das „Erlernen einer Rechtschreibsprache“, d. h., die Kinder sollen lernen, sich beim Schreiben die Wörter zweckmäßig vorzusprechen, um den Merkspeicher zu entlasten (Alliger, nach Reuter-Liehr, S. 104). 1 Silben tanzen macht Spaß! Ha se Ho se Rei se Ro se Schu le lau fen ler nen le sen schaf fen wis sen Löf fel Som mer Was ser lei se wei se Ich tanze und schwinge die Wörter in Sil ben! © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter

8 © Finken-Verlag · www.finken.de Stufe 2 Lautgetreue Wörter mit „Stopp-Konsonanten“ Das lautgetreue Wortmaterial wird nun erweitert um die sog. „StoppKonsonanten“ (vgl. Reuter-Liehr, S. 53) B/P, G/K, D/T sowie ck und tz. Diese Konsonanten sind nicht mehr beliebig lange mitsprechbar wie noch die Konsonanten auf der Stufe 1. Das stellt für schwache Schreiber*innen schon eine neue Hürde dar, die erst einmal durch Üben zu meistern ist. Nach dem Durchgliedern der Wörter mithilfe des Silbentanzens wird auf dieser Stufe jetzt das Mitsprechen in Silben im Schreibprozess geübt. Das Einüben dieser Pilotsprache als Basisstrategie für richtiges Rechtschreiben erfordert manchmal, dass die Lehrenden den Lernenden die für ein richtiges Verschriften notwendige hochdeutsche Silbenlautierung vorsprechen, z. B. für ein Wort wie „ge-ra-de-aus“. Dieses Vorsprechen ist auch für Kinder hilfreich und notwendig, die in einem stark dialektal geprägten Sprachumfeld aufwachsen. Eine Bemerkung zum beliebten „Silbenklatschen“: Durch das Klatschen werden Klang und akustische Wahrnehmung der Laute eines Wortes zerstört, daher ist es eher ungeeignet, die Mitsprechstrategien zu unterstützen. Am Tisch sitzend können die Silbenbögen auch mit den Fingern auf die Tischplatte bzw. mit der Schreibhand in die Luft „gemalt“ werden, um ihre Anzahl und die Laute zu erfassen. Stufe 3 Lautgetreue Wörter mit Konsonantenhäufungen Diese Stufe umfasst jetzt lautgetreues Wortmaterial mit allen Konsonantenhäufungen. a) Dauer-Konsonantenhäufungen FL/FR/SCHL/SCHM/SCHN/ SCHR/SCHW/ZW b) Stopp-Konsonantenhäufungen BL/BR/DR/GL/GN/GR/KL/KN/ KR/PF/PFL/PL/PR/TR Besonders geübt wird jetzt die Strategie der Silbenkontrolle nach dem Schreiben. Mithilfe der unter die geschriebenen Wörter zu malenden Silbenbögen kann kontrolliert werden, ob alle Laute verschriftet wurden. Leseförderung: Die schriftliche Silbenkontrolle (nach der körperlich-ganzheitlichen auf Stufe 1 und der artikulatorischen auf Stufe 2) kann auch sehr gut für Leseübungen eingesetzt werden. Durch das Malen der Silbenbögen unter die zu lesenden Wörter wird der /die Lernende zum sehr genauen Lesen herausgefordert und Sie können schnell erfassen, ob das Kind den mit Silbenbögen zu lesenden Text genau und sorgfältig gelesen hat. Hör, wie viele Silben klingen – schon wird dir das Schreiben gelingen! 3 Blu me Bril le Flö te Freun de blei ben bren nen flit zen klet tern Kro ko dil Kro ne Schrau be Trom pe te Ich überprüfe die Wörter mit Sil ben bö gen! © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Ich spreche beim Schreiben genau und langsam mit! Mein Tipp: sprich mit ! 2 ba den ge hen kau fen sit zen Am pel Ap fel Be sen Ga bel Kof fer Luft pum pe Pa pa gei Te le fon © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter

© Finken-Verlag · www.finken.de 9 Stufe 4 Lautgetreue Wörter mit St /st, Sp/sp Diese Stufe beinhaltet lautgetreues Wortmaterial mit den Konsonantenhäufungen st/sp, die zwar wie scht und schp gesprochen, aber zu 100% als st/sp verschriftet werden (Reuter-Liehr, S. 59). Diese Buchstabenverbindungen kommen oft vor und sind eine häufige Quelle für Fehler in der Grundschule. Die o. g. Silbenstrategien werden auf dieser Stufe weiter angewendet und gefestigt. Stufe 5 Lautgetreue Wörter mit ß Nachdem in den Stufen zuvor das lautgetreue weiche s zwischen Vokalen (Ro-se) und das über Syllabieren hörbar zu machende ss zwischen Vokalen (also „Küs-se“ und nicht „Kuss“ – dieses ss ist ein Ableitungsphänomen und wird in Stufe 8 behandelt) berücksichtigt wurde, wird hier das Einüben des lautgetreuen „zischenden Spazierstock-ß“ angeboten. Das zischende ß folgt nur nach einem langen Vokal (So-ße) oder Doppellaut (drau-ßen). Stufe 6 Lautgetreue Wörter mit Qu/qu Die Übungen dieser Stufe haben die seltener vorkommende Buchstabenverbindung Qu/qu zum Inhalt. Diese Zuordnung erfolgt zum Laut kw zu 100%. Das Wortmaterial ist nicht sehr umfangreich, berücksichtigt man aber die verwandten Wörter, ergeben sich doch zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Auf dieser Stufe wird daher das Erkennen von Wortfamilien als wichtige Basisstrategie eingeführt, die auf den nächsten Stufen von zentraler Bedeutung ist. Sprung für Sprung und Stein für Stein präg ich mir diese Wörter ein. 4 die Steine der Stempel die Stimme die Stunde starten staunen stellen stürzen der Spaten der Specht die Spinne die Spirale sparen sprechen springen anspitzen Ich spreche scht und schreibe St /st! Ich spreche schp und schreibe Sp/sp! © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter ß folgt nur nach einem langen Selbstlaut oder nach au ei eu! Das ß – werd bloß nicht bange, zischt gefährlich wie ’ne Schlange! 5 die Flö ße – das Floß bei ßen – er beißt die Fü ße – der Fuß flie ßen – es fließt die Grü ße – der Gruß grü ßen – du grüßt die Klö ße – der Kloß hei ßen – du heißt die Ma ße – das Maß schie ßen – du schießt die Spä ße – der Spaß schlie ßen – sie schließt © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Ich spreche kw und schreibe Qu/qu! Quakfrösche machen gerne Quatsch. Quak! die Quelle die Qualle das Quadrat quer überqueren die Überquerung quetschen gequetscht die Quetschung quatschen gequatscht der Quatsch bequem bequemer am bequemsten © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter 6

10 © Finken-Verlag · www.finken.de Orthografischer Bereich: Die Stufen 7–11 Nachdenkstrategien: Ableiten, Nachdenkwörter erfassen und auf Mitsprechwörter zurückführen, Stammschreibung erfassen Vorbemerkung: Mir ist es besonders wichtig, auf diesen sog. orthografischen Stufen auf jegliches Lernen durch Gegenüberstellen ähnlicher Phänomene zu Beginn des jeweiligen Ableitungsthemas zu verzichten. Gegenüberstellungen führen schnell zu Rechtschreibunsicherheit und damit insbesondere bei unserer Zielgruppe zum Gegenteil dessen, was wir erreichen wollen. Folglich werden auf den Arbeitsblättern dieser Stufen die Phänomene vorrangig isoliert und nicht in Gegenüberstellung geübt. D. h. zum Beispiel auf der Stufe 9: „Setze ä ein und beweise das ä!“ als Arbeitsauftrag anstelle eines Auftrages wie „Mit ä oder ohne ä?“. Waren die auf den alphabetischen Stufen dargebotenen Rechtschreibphänomene fast ausschließlich durch genaues Mitsprechen und Silbengliedern zu klären („Mitsprechwörter“), müssen die Schreibweisen jetzt über einen Nachdenk- bzw. Ableitungsprozess (Prinzip der Stammschreibung; Wortfamilien) erarbeitet werden („Nachdenkwörter“, vgl. Mann, S. 14). Die Rechtschreibklippen der Stufen 7–10 (doppelter Konsonant, ä – äu, unklarer Auslaut) können und sollen jeweils durch Verlängern, Abtrennen und mithilfe der verwandten Wörter, die als lautgetreu und mitsprechbar gelten, geklärt werden. Stufe 7 Wortfamilien mit ie Das lange i wird zu ca. 70% als ie verschriftet (Alliger, nach Reuter-Liehr, S. 59). Die Verschriftung als einfaches i erfolgt mehrheitlich in Fremdwörtern (Tiger) oder z.B. in Wörtern mit der Endung -ine (Maschine). Beides wird in Stufe 16 (Merkwörter) berücksichtigt und auf dieser Stufe nicht behandelt, um Interferenzen zu vermeiden. Da das ie als Verschriftung insgesamt sehr häufig vorkommt, ist es für die Lernenden sehr wichtig, die häufigsten ie-Wortfamilien zu kennen und zu üben. Einmal ie – immer ie! Verliebte Frösche schicken ihrem Liebling ständig Liebesbriefe. 7 Wortfamilien mit ie die Brie fe der Brief der Briefkasten… spie len du spielst das Spielzeug … sie gen du siegst siegreich ... krie gen du kriegst gekriegt … lie ben du liebst beliebt … © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Einmal ie – immer ie! Verliebte Frösche schicken ihrem Liebling ständig Liebesbriefe. 7 Wortfamilien mit ie die Brie fe der Brief der Briefkasten… spie len du spielst das Spielzeug … sie gen du siegst siegreich ... krie gen du kriegst gekriegt … lie ben du liebst beliebt … © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Einmal doppelt – immer doppelt! 8 *Achtung, ck darfst du bei der Silbentrennung am Zeilenende nicht trennen! Nanu, alles dop pelt ge mop pelt! ff tref fen du triffst der Treffpunkt ll schnel ler schnell am schnellsten mm stim men bestimmt die Stimmgabel nn ken nen du kennst die Bekannten pp klap pen es klappt der Klappstuhl rr ir ren du irrst dich der Irrtum ss küs sen du küsst der Kuss tt glat ter glatt das Glatteis tz (zz) blit zen geblitzt das Blitzlicht ck (kk)* dic ker dick am dicksten © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Wortende unklar? Verlängern hilft! Du bist mein Freund! 10 Klar, wir beide sind Freun de. -g der Berg die Ber ge der Zug die Zü ge du fegst fe gen -d der Freund die Freun de wild wil der der Handball die Hän de © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter -b der Stab die Stä be der Staub stau big du lebst le ben 11 Nomen schreibe ich am Anfang immer groß! Glaub mir bloß, Nomen schreibt man groß! Nomen kann man einteilen: Eigennamen Lebewesen Dinge Gefühle/Gedanken Julia, Berlin Rose, Fisch Ball, Tasse Liebe, Wut Nomen haben einen Begleiter (außer einigen Eigennamen): der Hund die Tasche die Pause ein Hund eine Tasche eine Pause Die meisten Nomen können in die Mehrzahl gesetzt werden: das Kind – die Kinder der Wald – die Wälder © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Ich merke mir schlau: ä und äu kommen meist von a und au! Träumen kommt von Traum, das ist doch klar – und Schläfchen von Schlaf, wie wunderbar! 9 ä a äu au die Wälder der Wald die Bäume der Baum du hältst halten schäumen der Schaum stärker stark es läutet laut das Gefängnis fangen die Räume der Raum © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter

© Finken-Verlag · www.finken.de 11 Stufe 8 Wortfamilien mit Doppelkonsonanten Diese Stufe beinhaltet die m. E. in der Grundschule größte Quelle von Rechtschreibunsicherheit und damit von Fehlern: die abzuleitenden Doppelkonsonanten. In der Rechtschreibleiter werden die Doppelkonsonanten, die am Ende einer Silbe stehen, immer, soweit möglich, mithilfe der Grundformen oder der verlängerten Wortform „bewiesen“ bzw. abgeleitet („schafft“ kommt von „schaf-fen“, „dünn“ wird in der Steigerungsform zu „dün-ner“). Dieses Verfahren hat sich besonders für schwache Rechtschreiblerner*innen als sehr hilfreich erwiesen. Ob doppelte Konsonanten über das Wahrnehmen kurzer Vokale für Grundschulkinder oder gar schwache Rechtschreiber*innen zu identifizieren sind, darüber lässt sich trefflich streiten. Das Arbeitsblatt 8 dieser Stufe stellt dazu ein ergänzendes Angebot dar. Stufe 9 Wortfamilien mit ä/äu „ä kommt von a“ und „äu kommt von au“ – mithilfe dieser Strategien lassen sich die meisten der ä/äu-Schreibungen „beweisen“. Auch auf dieser Stufe steht die Wortfamilie im Mittelpunkt. Sie ist die zentrale Strategie, mit der orthografische Besonderheiten von den Lernenden erfasst und erklärt werden können. Stufe 10 Wortfamilien mit weichem Auslautkonsonanten Das Problem der sog. „Auslautverhärtung“ bei weichen Konsonanten (b, d, g am Wort- bzw. Silbenende) ist ebenfalls eine häufig vorkommende Fehlerquelle („Zwerk“ statt „Zwerg“). Über die Verlängerung des Wortes („Zwer-ge“ – „Zwerg“) kann der weiche Konsonant hörbar gemacht werden. Da die Verschriftung mit dem harten Konsonanten am Ende lautgetreu ist (das „Werk“), sollten diese Wörter nicht explizit geübt, „bewiesen“ und in Gegenüberstellung gebracht werden. Stufe 11 Großschreibung und Erkennen von Nomen Die Großschreibung stellt eine erhebliche Fehlerquelle in Diktaten und freien Schreibungen bei Grundschulkindern dar. Daher ist diese Stufe so aufbereitet, dass sie ggf. auch schon am Anfang der orthografischen Stufen begonnen und später wieder vertieft und aufgegriffen werden kann, wenn Sie das für Ihre Lernenden wünschen und für notwendig halten. Wortende unklar? Verlängern hilft! Du bist mein Freund! 10 Klar, wir beide sind Freun de. -g der Berg die Ber ge der Zug die Zü ge du fegst fe gen -d der Freund die Freun de wild wil der der Handball die Hän de © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter -b der Stab die Stä be der Staub stau big du lebst le ben 11 Nomen schreibe ich am Anfang immer groß! Glaub mir bloß, Nomen schreibt man groß! Nomen kann man einteilen: Eigennamen Lebewesen Dinge Gefühle/Gedanken Julia, Berlin Rose, Fisch Ball, Tasse Liebe, Wut Nomen haben einen Begleiter (außer einigen Eigennamen): der Hund die Tasche die Pause ein Hund eine Tasche eine Pause Die meisten Nomen können in die Mehrzahl gesetzt werden: das Kind – die Kinder der Wald – die Wälder © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Einmal doppelt – immer doppelt! 8 *Achtung, ck darfst du bei der Silbentrennung am Zeilenende nicht trennen! Nanu, alles dop pelt ge mop pelt! ff tref fen du triffst der Treffpunkt ll schnel ler schnell am schnellsten mm stim men bestimmt die Stimmgabel nn ken nen du kennst die Bekannten pp klap pen es klappt der Klappstuhl rr ir ren du irrst dich der Irrtum ss küs sen du küsst der Kuss tt glat ter glatt das Glatteis tz (zz) blit zen geblitzt das Blitzlicht ck (kk)* dic ker dick am dicksten © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Ich merke mir schlau: ä und äu kommen meist von a und au! Träumen kommt von Traum, das ist doch klar – und Schläfchen von Schlaf, wie wunderbar! 9 ä a äu au die Wälder der Wald die Bäume der Baum du hältst halten schäumen der Schaum stärker stark es läutet laut das Gefängnis fangen die Räume der Raum © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter

12 © Finken-Verlag · www.finken.de Morphematischer Bereich: Die Stufen 12 – 16 Speicherstrategien: Die Unveränderlichkeit von Wortbausteinen erfassen, sich Merkwörter einprägen Nachdem in den bisherigen Stufen immer wieder die Sprechsilbe als zentrale Wortdurchgliederungsmöglichkeit angeboten wurde, bringt nun die Gliederung in Wortbausteine eine neue qualitative Steigerung. Meiner Erfahrung nach verfügen jene Kinder, die diese Stufen begreifen und verstehen können, über ein stabiles systematisches Rechtschreibwissen, das ihnen nicht mehr genommen werden kann. Die Einsicht in die Bausteinstruktur (Gliederung in Morpheme – Morpheme sind die kleinsten bedeutungstragenden Einheiten) ist vor allem unter lernökonomischen Aspekten von großer Bedeutung. Habe ich erkannt, dass z. B. der Anfangsbaustein vor immer gleich geschrieben wird, erfolgt das Schreiben von Wörtern, die mit diesem Baustein beginnen, zunehmend automatisiert. Auf diesen Stufen werden die Begriffe „Anfangs-, Haupt- und Endbausteine“ verwendet, da sie kindgerechter sind als z. B. „Vorsilben, Nachsilben oder Präfixe bzw. Suffixe“. Das richtige Erkennen und Benennen von Wortarten ist Gegenstand aller Grundschulbildungspläne. Mit den folgenden Baustein-Stufen werden Grammatik- und Rechtschreibunterricht auf sinnvolle Weise unterstützt und vernetzt. Stufe 12 Anfangsbausteine Die Liste der hier akzentuierten Anfangsbausteine ist keinesfalls vollständig, sondern orientiert sich an der Häufigkeit ihres Auftretens. Wichtig ist das Erlernen der Anfangsbausteine ver und vor, da mit ihnen sehr viele Wörter in der deutschen Sprache gebildet werden. Stufe 13 Nomen-Endbausteine Über diese Endbausteine erschließen sich abstrakte Nomen, die für Grundschüler*innen eben deswegen sehr schwer zu erkennen sind. Es wurde versucht, auf die „Alltagstauglichkeit“ der angebotenen Endbausteine und entsprechenden Nomen zu achten. Andererseits lassen sich über dieses Kennenlernen auch neue Sprachschätze entdecken, was ja auch Sinn eines guten Deutschunterrichts sein sollte. Es gibt noch mehr Anfangsbausteine: bei-, dar-, miss-, unter-, weiter-, wider- (gegen), zer-, zu- … 12 ab ab fallen her her kommen an an kommen hin hin fallen auf auf fallen mit mit machen aus aus laufen nach nach laufen be be greifen über über holen durch durch setzen um um ziehen ein ein kaufen ver ver laufen ent ent kommen vor vor schlagen er er finden weg weg fahren fort fort laufen wieder wieder holen © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Soll ich etwas für dich auf bauen, abbauen, nachbauen oder umbauen? An fangsbausteine er kennen und richtig schreiben! Endbausteine bei Nomen erkennen und richtig schreiben! Es gibt noch mehr Endbausteine: -chen, -lein, -ling, -sal, -tum … Keine Ahnung ! 13 © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Entschuldigung ! In welcher Richt ung ist die Versamml ung der Frösche? er der Träum er der Läuf er er in die Träum er in die Läuf er in er ei seltener! die Träum er ei die Lauf er ei ung häufig! die Acht ung die Richt ung schaft die Freund schaft die Wissen schaft nis das Zeug nis das Hinder nis heit die Frech heit die Gesund heit keit die Heiter keit die Fröhlich keit 14 Endbausteine bei Adjektiven erkennen und richtig schreiben! ig art ig witz ig lich fröh lich schreck lich los mut los acht los bar wunder bar sonder bar haft schreck haft traumhaft sam müh sam spar sam isch automat isch träumer isch © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Sonn ig , herr lich , wunder bar ! Das Leben kann so traumhaft sein. 15 Einmal h im Hauptbaustein – immer h! ah/äh eh oh/öh uh/üh fahr en fehl en bohr en fühl en ge fahr en ge fehl t gebohr t ge fühl t ge fähr lich Fehl er Bohr er Ge fühl e zähl en wehr en wohnen führ en gezähl t gewehr t gewohn t ge führ t Er zähl ung ver wehr en bewohnen Führ ung Wörter, bei denen das h durch Verlängerung hörbar ist: das Reh – die Re he du gehst – ge hen nah – die Nä he der Zeh – die Ze hen sie steht – ste hen früh – frü her © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Mit dieser Bohrmaschine kann ich ohne laute Bohr geräusche tiefe Löcher in die Wand bohr en. 16 Manche Wörter muss ich mir einfach merken! Da hilft nur noch MERKEN, MERKEN, MERKEN! das Haar, der See, der Zoo … der Dachs, der Fuchs, wachsen, wechseln … die Vase, der Vater, der Vogel, vielleicht … die Mandarine, die Maschine, die Praline … der Boxer, der Mixer, der Text … die Apotheke, das Baby, der Computer, die Party, das Theater, das Training … © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Es gibt noch mehr Anfangsbausteine: bei-, dar-, miss-, unter-, weiter-, wider- (gegen), zer-, zu- … 12 ab ab fallen her her kommen an an kommen hin hin fallen auf auf fallen mit mit machen aus aus laufen nach nach laufen be be greifen über über holen durch durch setzen um um ziehen ein ein kaufen ver ver laufen ent ent kommen vor vor schlagen er er finden weg weg fahren fort fort laufen wieder wieder holen © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Soll ich etwas für dich auf bauen, abbauen, nachbauen oder umbauen? An fangsbausteine er kennen und richtig schreiben! Endbausteine bei Nomen erkennen und richtig schreiben! Es gibt noch mehr Endbausteine: -chen, -lein, -ling, -sal, -tum … Keine Ahnung ! 13 © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Entschuldigung ! In welcher Richt ung ist die Versamml ung der Frösche? er der Träum er der Läuf er er in die Träum er in die Läuf er in er ei seltener! die Träum er ei die Lauf er ei ung häufig! die Acht ung die Richt ung schaft die Freund schaft die Wissen schaft nis das Zeug nis das Hinder nis heit die Frech heit die Gesund heit keit die Heiter keit die Fröhlich keit

© Finken-Verlag · www.finken.de 13 Stufe 14 Adjektiv-Endbausteine Spätestens auf dieser Stufe können die Lernenden erfassen, dass das Erkennen und Richtigschreiben der Bausteine nicht nur in rechtschreib-ökonomischer Hinsicht klare Vorteile bringt, sondern auch im Hinblick auf die Verwendung der sprachlichen Einheiten als Sinn- und Bedeutungsträger. So wird der Rechtschreib(förder)unterricht zum Sprachunterricht. Als Beispiel sei hier die Veränderung des Stammes MUT genannt: „Mut, Unmut, mutig, mutlos, vermuten, vermutlich“. Das Spielen mit den Bausteinen und das Erfassen der inhaltlichen Änderungen sollte neben dem Speichern der Schreibweisen auf den Baustein-Stufen wichtiger Inhalt sein. Stufe 15 Hauptbausteine mit h Über das sog. Dehnungs-h existieren zahlreiche Arbeitsblätter und didaktisch-methodische Kontroversen. Nach dem „Durchlaufen“ der Baustein-Stufen der Rechtschreibleiter können die Lernenden zunächst die Erkenntnis erlangen, dass das Dehnungs-h immer nur im Hauptbaustein, d. h. im Wortstamm vorkommt. Beim silbentrennenden h kann das h durch Wortverlängerung bewiesen werden („Kuh“ – „Kü-he“). In allen anderen Fällen ist das Abspeichern der wichtigsten Hauptbausteine mit h eine zentrale Strategie. Die Liste der Bausteine auf dieser Stufe beschränkt sich wiederum auf die ökonomisch bedeutsamsten („vom Häufigen zum Seltenen“). Auch hier ist der spielerische, kreative Umgang mit den Bausteinen zentrales Moment in der Arbeit mit dem Material. Stufe 16 Merkwörter Alles Wortmaterial, das in den ersten 15 Stufen nicht erfasst wird, gehört in diese Stufe, also alle Wörter, deren Schreibweisen weder durch die Mitsprechstrategien noch durch Nachdenkstrategien erklärt werden können. Dieses Wortmaterial sollte mithilfe der Arbeitsblätter geübt, aber nicht überakzentuiert werden. In der Praxis der Grundschule werden diese Wörter recht wenig vorkommen; einzig die V-Wörter erscheinen da ökonomisch wirklich bedeutsam. Merkwörter müssen gelernt, d. h. gespeichert werden. Daher ist auf dieser Stufe ein Speichertraining angezeigt, sei es mithilfe der von den Kindern selbst anzufertigenden Arbeitsblätter „Meine Merkwörter“, sei es durch das Spiel mit den Wortkarten, sei es durch das Arbeiten mit den Wortschatz-Kisten. 14 Endbausteine bei Adjektiven erkennen und richtig schreiben! ig art ig witz ig lich fröh lich schreck lich los mut los acht los bar wunder bar sonder bar haft schreck haft traumhaft sam müh sam spar sam isch automat isch träumer isch © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Sonn ig , herr lich , wunder bar ! Das Leben kann so traumhaft sein. 15 Einmal h im Hauptbaustein – immer h! ah/äh eh oh/öh uh/üh fahr en fehl en bohr en fühl en ge fahr en ge fehl t gebohr t ge fühl t ge fähr lich Fehl er Bohr er Ge fühl e zähl en wehr en wohnen führ en gezähl t gewehr t gewohn t ge führ t Er zähl ung ver wehr en bewohnen Führ ung Wörter, bei denen das h durch Verlängerung hörbar ist: das Reh – die Re he du gehst – ge hen nah – die Nä he der Zeh – die Ze hen sie steht – ste hen früh – frü her © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Mit dieser Bohrmaschine kann ich ohne laute Bohr geräusche tiefe Löcher in die Wand bohr en. 16 Manche Wörter muss ich mir einfach merken! Da hilft nur noch MERKEN, MERKEN, MERKEN! das Haar, der See, der Zoo … der Dachs, der Fuchs, wachsen, wechseln … die Vase, der Vater, der Vogel, vielleicht … die Mandarine, die Maschine, die Praline … der Boxer, der Mixer, der Text … die Apotheke, das Baby, der Computer, die Party, das Theater, das Training … © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter

Rechtschreibleiter Ein Förderprogramm zur Rechtschreibung in 16 Lernstufen von Thomas Hawellek illustriert von Barbara Stachuletz Alphabetischer Bereich: Stufen 1–6

Gesamtübersicht Rechtschreibleiter Ordner 1 Alphabetischer Bereich: Stufen 1–6 mit • einem Handbuch zur Gesamtkonzeption • einem Lernplakat zu jeder Stufe • einem Spielplan • einem förderdiagnostischen Einstufungstest • Kopiervorlagen zu jeder Stufe, jeweils mit Register und Inhaltsübersicht • Bild-/Wortkarten zu jeder Stufe (insgesamt 11 Kartensätze) Ordner 2 Orthografischer Bereich: Stufen 7–11 mit • einem Lernplakat zu jeder Stufe • einem Spielplan • einem förderdiagnostischen Einstufungstest • Kopiervorlagen zu jeder Stufe, jeweils mit Register und Inhaltsübersicht • Wortkarten zu jeder Stufe (insgesamt 9 Kartensätze) Ordner 3 Morphematischer Bereich: Stufen 12 –16 mit • einem Lernplakat zu jeder Stufe • einem Spielplan • einem förderdiagnostischen Einstufungstest • Kopiervorlagen zu jeder Stufe, jeweils mit Register und Inhaltsübersicht • Wortkarten zu jeder Stufe (insgesamt 12 Kartensätze) Best.-Nr. 1610 Autor: Thomas Hawellek lllustrationen: Barbara Stachuletz Satz: Therese Meissner Mitarbeit und Redaktion: Susanne Kortmann © 2007 Finken-Verlag, Oberursel 5., durchgesehene Auflage 2023 Der Kauf der Kopiervorlagen berechtigt die Lehrperson der kaufenden Schule, beliebig viele Kopien für den Einsatz an dieser Schule herzustellen. Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Nutzung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages. Hinweis zu § 60a ff UrhG: Weder das Werk noch seine Teile dürfen ohne eine solche Einwilligung eingescannt und in ein Netzwerk eingestellt werden. Dies gilt auch für Intranets von Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen. Hinweis zum „Gendering“: Wir haben uns bemüht, die gängige Praxis zum Gendern im Spannungsfeld zwischen politischer Korrektheit und barrierefreier Lesbarkeit nach den Vorgaben des amtlichen Regelwerks für die deutsche Sprache sowie den Empfehlungen der DUDEN-Redaktion möglichst optimal umzusetzen. Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Titels stand jedoch noch nicht abschließend fest, welche Regelungen und Schreibweisen sich für die gemeinsame männliche, weibliche und diverse Form letztlich durchsetzen werden. Vor diesem Hintergrund haben wir uns bei Texten, die sich an erwachsene Nutzer*innen wenden, bis auf Weiteres für das sog. „Gendersternchen“ * entschieden. Da es noch keine verbindliche Festlegung für eine diverse Form der Personal- und Possessivpronomen gibt, gebrauchen wir hier jeweils die männliche und die weibliche Form. Im Sinne einer barrierefreien Lesbarkeit und mit Rücksicht auf Sprachlerner*innen und auf Schüler*innen nicht deutscher Herkunftssprache verwenden wir bei Materialien, die die Schüler*innen nutzen, lediglich die männliche und die weibliche Form. Wir verzichten bewusst auf das Gendersternchen und weichen, wo immer möglich, auf genderneutrale Alternativen aus, um Satzkonstruktionen mit mehreren Personal- und Possessivpronomen und Endungen weitgehend zu vermeiden.

Inhaltsübersicht Ich tanze und schwinge die Wörter in Sil ben ! Wortmaterial: Wörter mit lang mitsprechbaren „Dauerkonsonanten“ F / L / M / N / R / S / SCH / W und H / Z / J / CH Spielanleitung „Der Silbentänzer“ Spielvorschlag zum farbigen Spielplan mit dem Schwerpunkt „Wörter in Silben tanzen und schwingen“ Arbeitsblätter 1– 5 1 Zu Bildvorlagen Silbenbögen malen 2 Zu Bildvorlagen Silbenbögen malen 3 Unter Wörter Silbenbögen malen 4 Anfangs- und Endsilbe von Nomen einander zuordnen 5 Anfangs- und Endsilbe von Verben einander zuordnen Wortschatz-Kiste Wörterliste mit dem erarbeiteten Wortmaterial dieser Stufe zur Selbstkontrolle, zum Üben und zur Wiederholung Erfolgskontrolle (auch zur Eingangsdiagnostik geeignet) Arbeitsblatt zur Überprüfung folgender Fähigkeiten: • W örter nach Bildvorlagen tanzen, schwingen, aufschreiben und dabei mit Silbenbögen versehen Urkunde Erfolgsbestätigung nach erfolgreich bearbeiteter Erfolgskontrolle I m Anhang dieses Ordners befindet sich das Protokollblatt Mein Lernfortschritt. Hier trägt das Kind ein, welche Aufgaben es zu den Stufen 1– 6 bewältigt hat.

© Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Stufe 1 Ihr braucht die Bildkarten 1A oder die Wortkarten 1B sowie Spielfiguren. Legt die Bildkarten oder Wortkarten neben den Spielplan. Ein Kind zieht eine Karte. Es tanzt das Wort und schwingt es in Silben. Dann darf es so viele Felder vorrücken, wie das Wort Silben hat (Me-lo-ne ➞ 3 Felder vor). Die Karte wird in den Stapel gesteckt und das nächste Kind darf eine Karte ziehen. Wer auf ein Feld mit einem Bild kommt, darf zwei Felder vorrücken. Dann ist das nächste Kind an der Reihe. Gewonnen hat, wer zuerst das Zwischenziel oder das Zielfeld erreicht hat. Der Sil ben tän zer tanzt und schwingt die Wörter in Sil ben . 1 Spielanleitung 3

© Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Stufe 1 die der die das die die 1. Schwinge und tanze jedes Wort im Raum. 2. Sprich die Wörter und male die Sil ben bö gen neben jedes Bild. 3. Schreibe die Wörter mit Sil ben bö gen auf die Rückseite und sprich dabei genau mit. Dein Ergebnis kannst du mit der Wortschatz-Kiste Stufe 1 überprüfen. 1 Arbeitsblatt 1 4

© Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Stufe 1 der das die der der die 1. Schwinge und tanze jedes Wort im Raum. 2. Sprich die Wörter und male die Sil ben bö gen neben jedes Bild. 3. Schreibe die Wörter mit Sil ben bö gen auf die Rückseite und sprich dabei genau mit. Dein Ergebnis kannst du mit der Wortschatz-Kiste Stufe 1 überprüfen. 1 Arbeitsblatt 2 5

© Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Stufe 1 Mein Freund am Teich heißt Ti mo . 1. Lies jedes Wort und male Sil ben bö gen darunter. 2. Streiche die Wörter durch, die keine Vornamen sind. 3. Schreibe alle Vornamen auf die Rückseite. 1 Arbeitsblatt 3 Le na Me lo ne Ro si La ma Ma ma No ra Mo mo Mo fa A li Ni na O ma Ro sa Li sa Ne mo Mo ni Si na Ro si ne Li lo Su si U hu Lo ni I na So fa U fo Alles Vornamen? 6

1 1. Verbinde die Silben durch eine Linie, sodass ein sinnvolles Nomen (Namenwort) entsteht. Schreibe das Nomen anschließend mit Begleiter in die rechte Spalte. 2. Streiche in dieser Spalte alle Wörter durch, die keine Tiernamen sind. 3. Schreibe die Tiernamen mit ihren Begleitern auf die Rückseite. Tanze und schwinge das Wort vorher in Silben. Arbeitsblatt 4 die Mö der Ei der Ha die Ru der Lö die Ho die Am das La das U der E die Eu he se mer se we sel we le sel ma fo der die Möwe Alles Tiere? © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Stufe 1 7

1 wir na wir wa wir wün wir ru wir wer wir lau wir rau Alles Verben! wir lesen wir wir le wir rei wir wis sen fen schen 1. Verbinde die Silben durch eine Linie. Schreibe das Verb (Tuwort) anschließend in die rechte Spalte. 2. Schreibe die Verben auf die Rückseite. Tanze und schwinge das Wort vorher in Silben. Arbeitsblatt 5 © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Stufe 1 8

© Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Stufe 1 a) Mit diesen Wörtern kannst du kontrollieren, ob du alles richtig geschrieben hast ( ➞ Bildkarte). b) Tanze und schwinge die Wörter in Silben. Male Silbenbögen unter die Wörter. c) Suche dir mindestens eine Aufgabe aus. Schreibe mit Silbenbögen ins Heft: • zuerst 3 Wörter mit einer Silbe, dann 5 Wörter mit zwei Silben • mindestens 10 Nomen (Namenwörter) und 10 Verben (Tuwörter) 1 Meine Wortschatz-Kiste der Affe das Mofa der Schal die Ameise die Möwe die Schere die Amsel naschen die Schiffe anfassen die Nase die Schule der Eimer die Nummer die Schüssel der Esel die Oma sehen die Eule raufen die Seife das Feuer rauschen das Sofa der Fisch rechnen sollen der Hammer die Rehe der Sommer der Hase der Reifen die Sonne die Hose die Reihe suchen das Lama reimen das Ufo laufen die Reise der Uhu leise reisen das Waffeleisen lernen rennen waschen lesen rollen das Wasser der Löffel der Roller weise der Löwe die Rose die Welle malen die Rosine werfen die Mama rufen wissen die Mauer die Ruhe die Wolle die Maus der Rüssel wollen die Mausefalle das Schaf wünschen die Melone schaffen der Würfel das Messer 9

© Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Stufe 1 Wörter in Silben tanzen und schwingen 1. Tanze und schwinge das Wort in Silben. Schreibe das Wort anschließend mit Begleiter neben das Bild. Male Sil ben bö gen unter jedes Wort. 2. Vergleiche dein Ergebnis mit der Wortschatz-Kiste Stufe 1. 1 Erfolgskontrolle der 10

URKUNDE Stufe 1 Prima, du hast die 1. Stufe der Rechtschreibleiter mit Erfolg geschafft! Ich tanze und schwinge die Wörter in Sil ben ! Name Datum Lieblingswörter: 1 © Finken-Verlag · www.finken.de Rechtschreibleiter Stufe 1 11

Rechtschreibleiter Ein Förderprogramm zur Rechtschreibung in 16 Lernstufen von Thomas Hawellek illustriert von Barbara Stachuletz Orthografischer Bereich: Stufen 7–11

Gesamtübersicht Rechtschreibleiter Ordner 1 Alphabetischer Bereich: Stufen 1–6 mit • einem Handbuch zur Gesamtkonzeption • einem Lernplakat zu jeder Stufe • einem Spielplan • einem förderdiagnostischen Einstufungstest • Kopiervorlagen zu jeder Stufe, jeweils mit Register und Inhaltsübersicht • Bild-/Wortkarten zu jeder Stufe (insgesamt 11 Kartensätze) Ordner 2 Orthografischer Bereich: Stufen 7–11 mit • einem Lernplakat zu jeder Stufe • einem Spielplan • einem förderdiagnostischen Einstufungstest • Kopiervorlagen zu jeder Stufe, jeweils mit Register und Inhaltsübersicht • Wortkarten zu jeder Stufe (insgesamt 9 Kartensätze) Ordner 3 Morphematischer Bereich: Stufen 12–16 mit • einem Lernplakat zu jeder Stufe • einem Spielplan • einem förderdiagnostischen Einstufungstest • Kopiervorlagen zu jeder Stufe, jeweils mit Register und Inhaltsübersicht • Wortkarten zu jeder Stufe (insgesamt 12 Kartensätze) Best.-Nr. 1610 Autor: Thomas Hawellek lllustrationen: Barbara Stachuletz Satz: Therese Meissner Mitarbeit und Redaktion: Susanne Kortmann © 2007 Finken-Verlag, Oberursel 5., durchgesehene Auflage 2023 Der Kauf der Kopiervorlagen berechtigt die Lehrperson der kaufenden Schule, beliebig viele Kopien für den Einsatz an dieser Schule herzustellen. Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Nutzung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages. Hinweis zu § 60a ff UrhG: Weder das Werk noch seine Teile dürfen ohne eine solche Einwilligung eingescannt und in ein Netzwerk eingestellt werden. Dies gilt auch für Intranets von Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen. Hinweis zum „Gendering“: Wir haben uns bemüht, die gängige Praxis zum Gendern im Spannungsfeld zwischen politischer Korrektheit und barrierefreier Lesbarkeit nach den Vorgaben des amtlichen Regelwerks für die deutsche Sprache sowie den Empfehlungen der DUDEN-Redaktion möglichst optimal umzusetzen. Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Titels stand jedoch noch nicht abschließend fest, welche Regelungen und Schreibweisen sich für die gemeinsame männliche, weibliche und diverse Form letztlich durchsetzen werden. Vor diesem Hintergrund haben wir uns bei Texten, die sich an erwachsene Nutzer*innen wenden, bis auf Weiteres für das sog. „Gendersternchen“ * entschieden. Da es noch keine verbindliche Festlegung für eine diverse Form der Personal- und Possessivpronomen gibt, gebrauchen wir hier jeweils die männliche und die weibliche Form. Im Sinne einer barrierefreien Lesbarkeit und mit Rücksicht auf Sprachlerner*innen und auf Schüler*innen nicht deutscher Herkunftssprache verwenden wir bei Materialien, die die Schüler*innen nutzen, lediglich die männliche und die weibliche Form. Wir verzichten bewusst auf das Gendersternchen und weichen, wo immer möglich, auf genderneutrale Alternativen aus, um Satzkonstruktionen mit mehreren Personal- und Possessivpronomen und Endungen weitgehend zu vermeiden.

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