© Finken-Verlag · www.finken.de Soziales Lernen und Wertebildung Konflikte 120 Zwickmühlen-Karten Die Schülerinnen und Schüler erhalten Karten mit verschiedenen Situationen ( AB 4 / 5 siehe Seite 121 / 122), in denen sich jemand in einer Zwickmühle befindet, und mit der Fragestellung, wie sie entscheiden würden. Die Aussprache und Meinungsäußerung kann in der Gruppe oder im Klassenrat erfolgen. Gut wäre es an dieser Stelle, wenn die Kinder auf die unterschiedlichen Beweggründe eingehen, weswegen man jemanden verpetzt bzw. nicht verpetzt. Die Zwickmühlen- Situationen drehen sich auch häufig um die Frage, ob es besser ist, das Richtige zu tun, auch wenn das möglicherweise Ärger oder Konflikte mit sich bringt, oder ob es einfacher ist, still zu bleiben und keine Konsequenzen zu riskieren. Die ZwickmühlenKärtchen sollen zum Nachdenken, Diskutieren und Reflektieren anregen, ohne dabei eine „richtige“ oder „falsche“ Lösung vorzugeben. Ziel: Haltung in moralischen Fragen entwickeln; über Werte und Normen nachdenken. Rollenspiele: Petzen oder helfen? Mit den Rollenspielkärtchen auf AB 6 (siehe Seite 123) können die Kinder verschiedene Situationen im szenischen Spiel erproben. Es gibt sechs Situationen, in denen ein Kind etwas der Lehrkraft erzählt. Die Schülerinnen und Schüler spielen die Szenen, denken darüber nach oder malen etwas dazu. Dabei klären sie folgende Fragen: War das wirklich wichtig / notwendig? Oder wollte jemand einfach nur, dass der / die andere Ärger bekommt? Ziel: Entscheidungsfindung bei moralischen Fragestellungen. Buchtipp Trau dich, sag was! (Peter H. Reynolds) Egal, ob jemand einsam ist oder ein Unrecht geschieht – es gibt viele Situationen und viele Gründe, etwas zu sagen. Lesen Sie gemeinsam das Buch und diskutieren Sie anschließend: War das Petzen? Wann war es wichtig, mit anderen darüber zu sprechen? Ziel: Anhand von Geschichten moralisches Verständnis vertiefen.
RkJQdWJsaXNoZXIy ODYxNDcw