© Finken-Verlag · www.finken.de Lesen und Verstehen differenziert 3/4 17 Lesefertigkeiten Interview mit einem Polarforscher: Wie ist der Winter am Südpol? Emma hat für die Schülerzeitung ihrer Schule ein Interview mit dem Polarforscher Aslan Demir geführt. Emma: Herr Demir, Sie sind Forscher, und Sie haben ein ganzes Jahr am Südpol verbracht. Wie ist es denn im Winter am Südpol? Aslan Demir: Der Winter am Südpol ist lang, dunkel und sehr kalt. Er dauert etwa ein halbes Jahr. Denn am Südpol gibt es nur zwei Jahreszeiten: Sommer und Winter. Im Sommer geht die Sonne nie unter. Es ist immer Tag. Im Winter ist es immer Nacht. Aber es ist nicht zur gleichen Zeit wie bei uns in Deutschland Winter. Am Südpol beginnt der Winter erst, wenn es bei uns Frühling wird. Dann geht am Südpol die Sonne unter. Und es dauert fast sechs Monate, bis sie wieder zu sehen ist. Emma: Das ist krass. Ist es wirklich die ganze Zeit dunkel? Aslan Demir: Ganz dunkel ist es nicht. Oft sieht man Polarlichter, also ein rotes oder grünes Leuchten am Himmel. Und die Sterne leuchten am Südpol besonders hell, weil es kaum künstliches Licht gibt. Es gibt ja keine Städte, nur ein paar Forschungsstationen, und dort sind nur wenige Menschen. Emma: Aber es gibt auch Menschen, die im Urlaub zum Südpol fahren. Aslan Demir: Ja, aber sie kommen nicht, wenn am Südpol Winter ist. Denn der Südpol ist der kälteste Ort der Welt. Im Winter sinkt die Temperatur auf etwa minus 60 Grad. Normale Winterkleidung reicht da nicht. Emma: Der Winter ist also lang und sehr eisig. Vielen Dank für Ihre Antworten, Herr Demir. Name: 11 Track 1 Track 2
RkJQdWJsaXNoZXIy ODYxNDcw