3627 LOGICO-Übungsbox MAXIMO Deutsch 4

LOGICO-Übungsbox MAXIMO Deutsch 4 • Lesen und verstehen • Klappkarten • 3627-1497-5 Alina und Felix kennen sich schon lange. Sie beide besuchen die Klasse 4b der Anne-Frank-Schule. Alina findet Felix nicht sonderlich sympathisch. Und umgekehrt ist es auch nicht gerade Liebe auf den ersten Blick. Alina nervt der rüde Umgangston von Felix gewaltig. Ständig macht er große Sprüche, drängelt sich vor und will immer der Erste sein. Felix hingegen findet Alinas rechthaberische Art mächtig anstrengend. „Immer weiß sie alles besser und petzt, wenn wer mal die Hausaufgaben nicht gemacht hat“, verriet er kürzlich seinem Freund Ole. Bereits im Kindergarten waren sie in der gleichen Gruppe und haben nie miteinander gespielt. Auch während ihrer Schulzeit haben sie bisher kaum ein Wort gewechselt. Seit dieser Woche ist die Situation nun besonders brisant. Ihre Klassenlehrerin, Frau Heller, hat sie nämlich beide an einen Tisch gesetzt. Für Alina ein Unding, das sicherlich noch ein Nachspiel haben wird. Auch Felix traute zunächst seinen Ohren nicht, als er plötzlich den Namen dieser Zicke aus dem Mund seiner Lieblingslehrerin vernahm. „Diese blöde Ziege wird mich bestimmt von morgens bis abends schikanieren, mich ständig beleidigen und jedem weismachen wollen, was für ein übler Kerl ich bin“, schießt es ihm durch den Kopf. „Aber das lasse ich mir nicht gefallen!“ Doch seit gestern Nachmittag hat sich die Situation irgendwie verändert. Alles ist mit einem Mal so ganz anders. Es fühlt sich durch und durch neu an – sogar ein kleines bisschen gut. Das Ganze kam so: Alina war von ihrer Mutter zum Einkaufen geschickt worden. Auf dem Rückweg vom Supermarkt riss Alina in der Nähe des Spielplatzes plötzlich die Einkaufstüte. Alle Äpfel, Dosen und Päckchen fielen heraus und rollten die Straße hinunter. Eine Horde kleiner Jungen war sogleich zur Stelle und amüsierte sich köstlich über Alinas Missgeschick. Zufälligerweise bekam auch Felix im Garten nebenan Wind von der Sache … Jan Kuhl ©Finken-Verlag ·www.finken.de 17 Liebe auf den zweiten Blick · Teil 1 Alina und Felix besuchen die Klasse 4c. Alina und Felix sind Klassenkameraden. Felix und Alina finden sich nicht besonders sympathisch. Felix hilft Alina manchmal bei den Hausaufgaben. Es war bei beiden Liebe auf den ersten Blick. Es war nicht Liebe auf den ersten Blick. Ihre Schule heißt Anne-Frank-Schule. Ihre Schule heißt Anna-Frank-Schule. Alina weiß alles besser und petzt manchmal. Alina drängelt sich immer vor und will die Erste sein. Sie sind Freunde seit ihrer Kindergartenzeit. Sie haben bislang kaum miteinander gesprochen. Die Lehrerin hat sie an einen Tisch gesetzt. Die Lehrerin hat ihre Sitzplätze getrennt. Felix freut sich darüber, dass er neben Alina sitzt. Felix befürchtet, dass Alina ihn ständig beleidigen wird. Felix spricht mit seinem Freund Ole über Alina. Felix spricht mit seinem Freund Olli über Alina. Frau Heller ist Felix‘ Lieblingslehrerin. Frau Haller ist Felix‘ Lieblingslehrerin. Die Situation ist seit gestern Morgen verändert. Die Situation ist seit gestern Nachmittag verändert. Alles fühlt sich neu und fast gut an. Alles fühlt sich gar nicht besser an. Alina ist zum Sport gegangen. Alina ist zum Einkaufen geschickt worden. Alinas Einkaufstüte ist ihr auf dem Heimweg geplatzt. Eine Horde Jungen hat Alinas Einkaufstüte aufgerissen. ©Finken-Verlag ·www.finken.de 17 Welche Aussage stimmt? Wütend knallt Katrin die Wohnzimmertür hinter sich zu. Dieser blöde Linus! Immer gewinnt er beim Würfeln. Das ist gemein! Zornig tritt Katrin mit dem Fuß gegen die Tür. Sie könnte platzen vor Wut. Katrin rennt ins Kinderzimmer, wirft sich auf ihr Bett und weint die ganze Wut in ihr Kissen. Bis es richtig nass ist. „Linus hat bestimmt gemogelt!“, schnaubt Katrin in ihr Taschentuch. „Das gibt’s doch gar nicht, das der immer gewinnt!“ Da fällt ihr Blick auf die Kiste, die unter Linus‘ Bett steht. Linus tut immer ganz geheimnisvoll mit seiner Kiste. Keiner darf reinschauen. Katrin schleicht zur Tür und horcht. Alles still! Sie zieht vorsichtig die Kiste unter dem Bett hervor und öffnet sie. Darin liegen ein paar bunte Steine, ein Plastik- Krokodil und eine ganze Tafel Schokolade. Sieht aus wie Vollmilch-Nuss! Mmh, lecker! Katrin läuft das Wasser im Mund zusammen. Vollmilch-Nuss ist ihre Lieblingsschokolade. Ob man ein Stückchen davon essen kann und dann das Papier wieder so zukriegt, dass es keiner merkt? Ach was! Geschieht Linus ganz recht, wenn er keine Schokolade mehr hat! Der hundsgemeine Würfel-Mogler! Katrin isst fast die ganze Schokolade auf, stellt die Kiste wieder zurück und kuschelt sich dann mit ihrem Lieblingsbuch in den Sessel. Aber es gefällt ihr heute gar nicht. Was ist, wenn Linus entdeckt, dass seine Schokolade verschwunden ist? Die Kiste war doch sein Geheimversteck! Katrin fühlt sich richtig schlecht. Plötzlich öffnet sich die Tür. Linus kommt rein und lächelt etwas verlegen: „Tut mir leid wegen vorhin! Ich hab gemogelt beim Würfeln. Ich wollte dich ärgern, das war gemein.“ Als Linus dann auch noch seine Kiste unter dem Bett vorholt und sagt: „ Ich hab was für dich, damit du dich nicht mehr über mich ärgerst“, bekommt Katrin ein noch schlechteres Gewissen. Die Schokolade, die vorhin noch so lecker war, rumort jetzt wild in ihrem Magen. „Du, Linus, warte mal, ich muss dir was sagen“, beginnt Katrin. Sie holt tief Luft und nimmt all ihren Mut zusammen. „Ich hab dich auch geärgert. Ich hab nämlich deine Schokolade gegessen!“ „Wieso, woher wusstest du … Hast du etwa meine Geheimkiste aufgemacht?“, fragt Linus erschrocken. „Das darfst du doch nicht!“ Er sieht wirklich böse aus. Katrin ist ganz still und überlegt, wie sie das wiedergutmachen kann. Wenigstens weiß Linus jetzt, dass sie die geheime Schokolade genommen hat. Da fällt Katrin etwas ein. „Du kannst meine Geheimtruhe haben. Die kann man abschließen.“ Linus lächelt zufrieden und dann essen sie miteinander den Rest der Schokolade auf. Sabine Kalwitzki ©Finken-Verlag ·www.finken.de 20 Geheime Schokolade Sie findet bunte Steine und eine Tafel Schokolade. Weil er sich für sein Mogeln entschuldigen will. Sie essen den Rest Schokolade gemeinsam. Die eine Truhe kann man abschließen, die andere nicht. Weil Linus beim Spielen mogelt. Sie will horchen, ob jemand kommt. Sie holt tief Luft. Sie tritt mit dem Fuß gegen die Tür. Sie ist wütend, dass Linus immer gewinnt. Sie hat nun doch ein schlechtes Gewissen Darüber, dass Katrin seine Geheimtruhe geöffnet hat. Sie entdeckt eine geheimnisvolle Kiste. Am liebsten mag sie Vollmilch-Nuss. Er hat gemogelt, um Katrin zu ärgern. Sie bereut, dass sie die Schokolade gegessen hat. Sie will ihre Geheimtruhe an Linus abtreten. Sie muss zugeben, dass sie Linus auch ärgern wollte. Sie steht unter Linus` Bett. Warum knallt Katrin die Wohnzimmertür zu? Woran erkennst du, dass Katrin besonders zornig ist? Was entdeckt Katrin unter Linus` Bett? Warum schleicht Katrin zur Tür? Wo steht die geheimnisvolle Kiste? Was findet Katrin in der Geheimkiste? Welche Schokoladensorte mag Katrin am liebsten? Warum hat Katrin zunächst kein schlechtes Gewissen, obwohl sie fast die ganze Tafel Schokolade aufisst? Warum hat sie heute keine Freude an ihrem Lieblingsbuch? Warum lächelt Linus etwas verlegen, als er ins Zimmer kommt? Was muss er nun Katrin gestehen? Warum rumort es wie wild in Katrins Magen? Was tut Katrin, um sich selbst Mut zu machen? Was muss Katrin nun Linus gestehen? Worüber ist Linus nun wirklich böse? Worin unterscheiden sich die beiden Geheimtruhen? Katrin macht Linus ein Versöhnungsangebot. Was schlägt sie vor? Wie sieht die Versöhnung der beiden Kinder aus? ©Finken-Verlag ·www.finken.de 20 Beantworte die Fragen. Endlich wieder in die Geisterbahn! Arian freute sich wie ein Schneekönig. Langsam setzte sich die Bahn in Bewegung und fuhr in die Dunkelheit. Immer wieder zuckten jetzt grelle Lichtblitze auf und erleuchteten kurz die schaurige Szenerie, durch die er fuhr: Masken, Totenköpfe und Geister in allen Größen, wehende lange Spinnweben von der Decke. Plötzlich klapperte etwas neben ihm. Es heulte und ein grünlich schimmerndes Skelett mit glühend roten Augen tanzte wie wild neben seinem Wagen. Adrian wich vor dem unheimlichen Burschen zurück, als ihn etwas unangenehm Klebriges am Hals und am Kopf berührte. Er warf sich zur anderen Seite und fuhr auf eine Riesenspinne zu. Sie streckte ihre behaarten langen Beine nach ihm aus. Und schon fuhr er direkt in den aufgerissenen Rachen eines riesenhaften Dinosauriers mit messerscharfen, spitzen Zähnen. Der ruderte wie wild mit seinen langen Krallen. Sein Schwanz peitschte von einer Seite zur anderen. Hoffentlich machte der Dino sein Maul nicht zu! Stattdessen wurde Adrian von Tüchern und Bändern eingewickelt und konnte sich einen Moment lang gar nicht mehr bewegen. Die Tücher fühlen sich irgendwie kalt und glitschig an. Es pfiff, heulte und jaulte jetzt von allen Seiten und ein scheußlicher Gestank drang ihm in die Nase. Plötzlich war er wieder frei. So unheimlich hatte er die Geisterbahn nicht in Erinnerung. Zu seiner Erleichterung sah er ein helles Rechteck auf sich zukommen – der Ausgang, seine Rettung! Aber was war das? Die Geisterbahn fuhr am Ausgang vorbei! Sie hielt nicht an. Oh nein, musste er das alles noch einmal erleben? Mit geschlossenen Augen machte sich Adrian ganz klein auf seinem Sitz. Er kroch tief in seine Jacke. Er hielt sich auch die Ohren zu. So verharrte er stocksteif – bis er auf einmal eine Stimme hörte: „Du kannst rauskommen!“ Ein überglücklicher Adrian erfuhr, dass die Bremsen der Bahn versagt hatten und die Bahn noch ein kurzes Stück weitergefahren war, bis sie endlich zum Halten gebracht werden konnte. ©Finken-Verlag ·www.finken.de 19 In der Geisterbahn eine schaurige Szenerie ihre behaarten Beine mit den messerscharfen Zähnen am Ausgang vorbei die Bremsen versagt hatten viel unheimlicher wie ein Schneekönig ein scheußlicher Gestank kalt und glitschig Totenköpfe und Spinnweben zum Aussteigen aufforderte kroch tief in seine Jacke in der Geisterbahn ein helles Rechteck tanzte ein Skelett laute unheimliche Geräusche Tüchern und Bändern mit seinen langen Krallen Adrian freute sich . Endlich saß er wieder . Die Bahn fuhr durch . Überall hingen von der Decke. Neben seinem Wagen mit roten Augen. Jetzt streckte eine Spinne nach ihm aus. Ein Dinosaurier ruderte wild . Er hatte sein Maul weit geöffnet. Adrian wurde von eingewickelt. Die Tücher fühlten sich an. Von allen Seiten ertönten . Ihm drang in die Nase. In der Geisterbahn war es , als Adrian gedacht hatte. Adrian war froh, als er auf sich zukommen sah: Endlich – der Ausgang! Aber die Geisterbahn fuhr einfach . Adrian machte sich ganz klein und . Plötzlich hörte er eine Stimme, die ihn . Die Bahn hatte nicht am Ausgang angehalten, weil . ©Finken-Verlag ·www.finken.de 19 Ergänze die Sätze. 1 Verzweifelt mühte sich Alina, die verlorenen Äpfel, Dosen und die anderen Dinge wieder einzusammeln. Über die hämischen Worte der kleinen Jungen ärgerte sie sich. Ein wenig schämte sie sich auch für ihre Ungeschicklichkeit und hätte sich am liebsten irgendwo verkrochen.  Als Felix begriffen hatte, was passiert war, zögerte er keine Sekunde, seiner Klassenkameradin zu helfen. „Seht zu, dass ihr verschwindet, sonst mache ich euch Beine!“, brüllte er den Knirpsen schon vom Garten aus entgegen. Dann sprang er mit einem Satz über den Gartenzaun, um Alina beim Einsammeln der heruntergefallenen Dinge behilflich zu sein.  Alina wurde fast ein bisschen rot, als sie sich anschließend bei ihm bedankte. Und auch Felix‘ Herz schlug deutlich schneller und heftiger als sonst. „Wo kommst du denn so plötzlich her?“, wollte Alina wissen. Felix wusste vor Verlegenheit nicht, wohin er zuerst schauen sollte. „Ich quäle mich mit diesem Aufsatz und dachte, in der Hängematte käme mir die Erleuchtung“, berichtete er.  Alina musste schmunzeln. Dem lautesten Kerl der ganzen Straße fehlten also tatsächlich mal die Worte. Einen Moment dachte sie nach.  Dann kam ihr eine hervorragende Idee, die beste, die sie seit Langem hatte: „Wenn du Lust hast, komm doch in einer halben Stunde zu mir nach Hause. Wir könnten die Hausaufgaben ausnahmsweise mal zusammen machen.“  Felix verschlug es die Sprache. Diese Worte aus dem Mund von Alina Sommer – das würde ihm kein Mensch glauben. „Aber die Sache müsste selbstverständlich unter uns bleiben“, setzte Alina eine strenge Miene auf. „Versteht sich von selbst“, grinste Felix. „Also dann bis nachher“, verabschiedete sich Alina und bog schnell um die Ecke.  Felix zischte los und besorgte sich extra noch ein neues Heft. Schließlich wollte er sich nicht nachsagen lassen, unordentlich zu arbeiten.  Seitdem jedenfalls findet Alina ihren neuen Tischnachbarn Felix gar nicht mehr so abscheulich und angeberisch, wie sie immer behauptet hatte. Und auch Felix‘ Bild von Alina, der nervtötenden Zimtzicke, der Petze und Weltverbesserin, hat sich grundlegend gewandelt.  In der Pause sieht man sie seit Neustem sogar zusammen spielen. Und nun sieht es ganz so aus, als seien sie echte Freunde geworden. Jan Kuhl ©Finken-Verlag ·www.finken.de 18 Liebe auf den zweiten Blick · Teil 2 Abschnitt  Abschnitt  Abschnitt  Abschnitt  Abschnitt  Abschnitt  Abschnitt  Abschnitt  Abschnitt 1 Alinas Superidee Gute Tischnachbarn Alinas Pech Die geheime Abmachung Felix als Kavalier Felix in Verlegenheit Alina denkt nach Echte Freunde Schneller Einkauf ©Finken-Verlag ·www.finken.de 18 Suche zu jedem Abschnitt die passende Überschrift.

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