Finken-Prospekt Bildung für nachhaltige Entwicklung

Das Handbuch beschreibt die „Agenda 2030“ und die Ziele für nachhaltige Entwicklung. Dort finden Sie auch Kopier­ vorlagen und Dokumentations- übersichten. UPCYCLING VieleVerpackungenbrauchenSie nicht zu entsorgen, sondern sie lassen sich sehrgut fürGestaltungsaktionen nutzen.DiebeschriebenenProjekte sind lediglichBeispiele. BesprechenSie z.B. imSitzkreis:WelcheNahrungsmittel lagen aufdem Frühstückstischundwiewarendiese verpackt?WievielVerpackung hatdas heutigeFrühstück erzeugt?Wer hat eine Idee,waswirdamit herstellen können? Ziele/Kompetenzen • Dinge umfunktionieren und neueAusdrucks- möglichkeiten finden • KreativitätundFantasie entdecken Einstieg So könnenSie indasThema einführen: „BeiderZubereitung einerMahlzeit fällt leideroft vielVerpackungsmüll an.Nahezu jedes Nahrungsmittelhat eine eigeneVerpackung.Bei einemKäsebrot können es schondrei verschiedeneVerpackungen sein:DasBrotwar in einerPapier-oderPlastiktüte,dieButter war in einembeschichtetenPapier,derKäsewar in einerPlastikverpackung. Stellt euch vor, alleKinder ausunsererKitawerfen allein fürdasFrühstückdreiVerpackun- gen indenMüll.Da kommt schnell vielAbfall zusammen undderMüllbergwird immer größer.AberdieVerpackungenmüssen nichtgleichweggeworfenwerden.Häufig lässt sichdaraus noch etwasTollesmachen.“ Material ProKindoderproKleingruppe: • 1Eierkarton (für sechsoder zehnEier) • buntePapiere,Schaschlikspieße,Streichhölzer,Schnur (ca. 3Meter),Holzstock • Plastikdeckel,Glasmal-oderTemperafarbe • Getränkekartons,Kinderschere undKlebstoff,umweltfreundlicheAcrylfarbe,Tonpapier; nachBedarf:Kulleraugen,Laternenstabmit elektrischerLeuchteundTransparentpapier Aktionsbeschreibung Dauer: etwa 1Stunde AusEierkartons lassen sich vieleneue tolleSachengestalten, einedavon ist einSegel- boot.Vorsichtig entfernendieKinderdenDeckeldesEierkartonsundmalendieuntere HälftederEierkartons in ihrerLieblingsfarbe an.Dann schneiden siepassend zurGröße derEierkartons langeRechteckeoder rechtwinkligeDreiecke ausbuntemPapier.Diese bildenmithilfederSchaschlikspießedieSegel.Sie können leicht indieEierkartonsge- stecktwerden. Bildung für nachhaltige Entwicklung Müll © Finken-Verlag ·www.finken.de 57 DIE ERDE HAT FIEBER Auch sehr jungeKinderbekommenmit,dass es immerhäufiger extremeWetterlagen gibt.Vielleichtwardies nicht immer so.DieKinder können ihreElternundGroßeltern zumWetter in ihrerKindheitbefragen. Dochwas hatdasWettermitdemKlima zu tun?Wie unterscheiden sichWetter undKlima?AufdieserKarte lernendieKinder,wiebeides zusammenhängt undwie es sich unterscheidet,und siewerden fürdieProbleme,diederKlimawandelmit sichbringt, sensibilisiert. Ziele/Kompetenzen • eineVorstellungbekommen,wasderKlimawandel fürFolgen hat • erkennen,wasgeradewichtig inderGesellschaft ist Einstieg So könnenSiebeginnen: „Insbesondere indenSommermonaten an sehr heißenTagenwird viel überden sogenanntenKlimawandelgesprochen. Es regnetweniger,dieTagewerden wärmer,dafür nehmenStürme und NaturkatastrophenwieÜberschwem­ mungen zu. Insgesamt hat sichdieTemperatur auf derErde erhöht.DieErde hat sozusagen Fieber.EisbergeundGletscher schmelzen. Dadurch steigtderMeeresspiegel. DasWassergefährdet Inseln undKüsten sowiedieMenschen undTiere,diedort leben. Was istderUnterschied zwischenKlima undWetter?Wetter erlebenwir jedenTag. Wir sehen es,wennwir ausdemFenster schauen.Wir fühlen es. DasKlima erforschendieWissenschaftler*innen über einenZeitraum von 30 Jahren rund umdenGlobus.DieKlimaerwärmung hatmitdemVerhaltendesMenschen zu tun. Um unsereErde liegt eineSchutzhülle –dieAtmosphäre.Sie lässtdieSonnenstrahlen zurErdedurch.Doch vieleTreibhausgase vonAutos, vonFabriken und vonpupsenden Rinderngelangen indieAtmosphäreundwirkendortwie einedickeGlasschicht. DieWärmestrahlen können nichtmehr zurück insAll und siewerdenwiebei einem Treibhaus zurErde zurückgeworfen.“ Bildung für nachhaltige Entwicklung Klima © Finken-Verlag ·www.finken.de 83 Material • Bildkarte „DerNaturforscherAlexander vonHumboldt“Seite85–86 • flacheGlasschale, farbigerKlebestreifenoderFilzstift • Knetmasse • mehrereEiswürfel (ca. 10–15Stück), abhängig vomDurchmesserderGlasschale Aktionsbeschreibung Dauer: etwa30Minuten DieKinder formen ausderKnetmasse eine kleine InselmitPalmen,TierenundMenschen. DerBoden (die Insel) sollte eineDicke vonmindestens1 cmhaben.Nun legendieKinder die Insel indieGlasschaleundgießen vorsichtigWasserhinein, sodassdie Inselca.0,8cm imWasser liegt.Die Inseloberfläche soll trockenbleiben. Von außenmarkierendieKinderdenWasserstandmit einem farbigenKlebestreifenoder Filzstift.Nungeben siemehrereEiswürfel (abhängig vomDurchmesserderGlasschale) insWasserundwarten,bisdasEis schmilzt.Hat sichnachdemSchmelzendesEisesder Wasserstand verändert? Istdie Inselnochbewohnbar? EinerderwichtigstenNaturforscherundWissenschaftler seinerZeitwarAlexander von Humboldt (1769–1859).ErwarderErste,derdieZusammenhänge inderNatur erkannte und vordenFolgendes vomMenschen verursachtenKlimawandels und vorderAbhol- zungdesRegenwaldswarnte.Über ihn könnendieKinder aufSeite85–86mehr erfahren. MOTIVATION NutzenSiedasPoster „DieBegleittiere“ und lassenSiedenEisbären „erzählen“, wasdieKinder tun können: „AmNordpolgibt es unendlich vieleKilometerweitEisschollen,dieganz fest sind und dicht andicht übereinanderliegen.Darauf lebe ich und verlebemeinemeisteZeitdort. Vondort aus jage ichRobben,diemeineHauptnahrungsquelle sind. Ich fressemirFett­ reserven an.Wennmehr undmehrdasEis schmilzt, verliere ichmeinenLebensraum und verhungere.AnLand kann ichnicht überleben,dort finde ich zuwenigNahrung. Jeder kanndemKlimawandel entgegenwirken undmithelfen,dass ichmeinZuhause behalten kann, z.B.mitwenigerFleisch essen. DieTiere, vor allemKühe, rülpsenundpupsen.Dabei stoßen sie einGas aus, dasMethan heißt und sehr schädlich fürsKlima ist.Kühe sind tolleTiereundnicht sie sinddasProblem.Es istderMensch,dermehrFleisch isst, als er eigentlichbenötigt, unddeswegen so vieleTiere undWeideland für siebraucht.“ Tipp Sie könnendenKlimawandel auchmit einem anderenEiswürfel-Experiment verdeutlichen. LassenSiedieKinderEiswürfel ausdemGefrierschrank indenKühlschrank legen. Obwohl esdort noch sehr kalt ist, schmelzendieEiswürfelnach einigerZeit. Abschluss LassenSiedieKinder reihum erzählen,was sie ammeistenbeeindruckthatundwas sie sichgemerkthaben. Bildung für nachhaltige Entwicklung Klima © Finken-Verlag ·www.finken.de 84 Karten mit altersgerecht aufbereiteten Geschichten, Informationen und konkreten Aktionen zum Handeln. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) 1097 89,00 € Ordner mit 96 Seiten, Register, 1 Handbuch 2 DIN-A3-Poster www.finken.de/1097 DannbohrendieKinder an einerSeitedesEierkartons ein kleines Loch,durchdas sie eine Schnur führen.Ander Innenseitebefestigen siedieSchnur an einem kleinenStreichholz, sodass sie nichtdurchdasLoch rutschen kann.AnderAußenseitemachen siedasEnde der langenSchnur an einemHolzstockoder etwasÄhnlichem fest.Nun sinddieSegelboo- te fertig und könnenprima auf „Bodenwellen“ segeln,wassertauglich sind sie nicht. FürdieSegelregatta setzen sichdieKinder auf einer freienFläche in eineReihe und legen direkt vor sich eineZiellinie fest.Wennmöglich kleben siedafür einStückKreppband auf denBoden.NachdemStartschusswickelndieKinder, so schnell sie können,dieSchnur umdenHolzstock auf.DasKind,dessenSchiff zuallererstdieZiellinie erreichthat, hat gewonnen. Viele Joghurtbecheroder andereVerpackungen, z.B. vonFrischkäse,haben einen transparentenPlastikdeckel.AusdenDeckeln können einzigartige „Gemälde“werden. Sie lassen sichgutmitGlasmal-oderTemperafarbebemalen und alsbuntesMosaik am Fenster aufhängen.Zusammengesetzt können sie einganzesFenster füllen. DieGetränkekartons lassen sich vielseitig einsetzen.MitAcrylfarbebemaltodermit Tonpapierbeklebtdienen sie alsHäuser,Monsteroder Laternen.DieKinder können nach ihrenWünschenFenster undTüren aufdieKartonsmalenoderdiese ausschneiden, sodass amEnde eineganzeStadt entsteht.EinbisschenWatte sorgt für „denRauch in denSchornsteinen“. FürdieMonster schneidendieKinder eingroßesLoch fürdasMaulund kleben ausTon- papier scharfeZähnedaran.Nun fehlennochdieAugenund eine individuelleBemalung. Oder:Mithilfe vonTransparentpapier und einem Laternenstabmit elektrischem Lämpchen könnendieKinder ausdenGetränkekartons ihre eigenenLaternen fürden nächsten Umzugherstellen. MOTIVATION NutzenSiedasPoster „DieBegleittiere“und lassenSiedenWal „erzählen“, wasdieKinder tun können: „Wir versuchen,wennmöglich, aufVerpackungen zu verzichten.Das ist leidergar nicht so einfach.Ansonsten achtenwirdarauf,dasswirdenAbfall entweder inder richtigen Mülltonne entsorgen,oderwir verwerten ihnundmachen etwasganzNeuesdaraus.“ Tipp DieKinder können schon eineZeit vordemProjektbeginnen, leere Joghurtbecher undGetränkekartonsusw. zu sammelnund sich so einenVorrat anMaterialien für Upcycling-Ideen anlegen. Abschluss MitEinverständnisderKinderpräsentierenSie in einerUpcycling-Ausstellungdie fertigen Kreationen imRahmen einesKita-oderSchulfestes.Sie könnendieAusstellung auch thematischorganisieren:Abfälle von einerMahlzeit erhalten eineFlächeoderAbfälle von Ausflügen,derAbfall einerHolzwerkstattusw.und alles,wasdaraus entstanden ist. Bildung für nachhaltige Entwicklung Müll © Finken-Verlag ·www.finken.de 58

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