3162 Texte schreiben mit kooperativen Methoden Band 2

© FinkenVerlag · www.finken.de Texte schreiben kooperativ · Bd. 2 176 Wegbeschreibung / Planungshilfe/Modul 2 Anlegen einer Wortsammlung durch die Post-it ® -Brainstorming-Methode mit Round Robin ( Methodenglossar) etwa 2 Schulstunden (mit Plakat) • Jede Fünfergruppe erhält fünf verschiedene Arbeitsblätter, die jeweils eine Komponente der Wortschatzarbeit für Wegbeschreibungen abdecken (AB S. 179 bis 183, Baustein: Richtungen und Entfernungen /Orientierungspunkte: Gebäude /Orientierungspunkte: Verkehrseinrichtun­ gen /Wege, Straßen und Plätze / Verben der Fortbewegung im Straßenverkehr; in Gruppen­ stärke). Zusätzlich erhält jeder Schüler ein kleines Blöckchen für ein Postit ® Brainstorming . • Damit die Schüler sprachlich mit der Aufgabe vertraut werden, kann zu jedem Baustein ein Beispiel genannt werden, z. B.: Richtungen und Entfernungen: nach Süden, links Orientierungspunkte Gebäude: Bahnhof, Rathaus Orientierungspunkte Verkehrseinrichtungen*: Ampel, Zebrastreifen Wege, Straßen und Plätze: Marktplatz, Fahrradweg Verben der Fortbewegung im Straßenverkehr: überqueren, sich einordnen • Auf ein Zeichen des Lehrers beginnen alle Schüler, ihre Ideen zu dem Baustein des vor ihnen liegenden Arbeitsblattes aufzuschreiben. Auf den kleinen Postit ® Zetteln wird jede Idee sepa­ rat festgehalten. Jeder beschriftete Zettel wird auf das Arbeitsblatt geklebt. Die Schüler dürfen so lange schreiben, bis ein akustisches Signal (nach ca. zwei Minuten, durch den Lehrer) ertönt. • Nun wird jedes Blatt im Uhrzeigersinn weitergegeben (in Vierergruppen auch das noch nicht bearbeitete Blatt). Zunächst liest jeder Schüler die dort aufgeklebten Begriffe, dann darf er weitere Wörter ergänzen. Der Wechsel geschieht fünfmal, sodass jeder Schüler am Ende dieser Arbeitsphase sein erstes Blatt wieder vor sich liegen hat. Anfertigen von Plakaten • Anschließend werden von allen Gruppen diejenigen Schüler zu einer Expertengruppe zusam­ mengefasst, die den gleichen Baustein vor sich liegen haben. Das bedeutet, alle Schüler, die anfangs z. B. Richtungen und Entfernungen bearbeitet hatten, bilden eine Expertengruppe. Ebenso wird mit den anderen verfahren. Wenn die Klasse beispielsweise aus 20 Personen besteht, können zu Beginn also vier Fünfergruppen gebildet werden und in den Expertengrup­ pen sind es dann fünf Gruppen zu je vier Personen. • In dieser neu formierten Gruppe begutachten die Experten nun alle Ideen auf den Postit ® ­ Zettelchen, entfernen die doppelten oder falschen und fertigen ein großes Plakat zu ihrem Thema an. Hierfür wird die Benennung der Bausteine vergrößert in die Mitte geklebt. Die Postit ® s werden zunächst aufgeklebt und nach einer kurzen Lehrerkontrolle, die sicher­ stellen soll, dass die Rechtschreibung stimmt, mit dicken Stiften auf das Plakat übertragen. Zusätzlich kann das Plakat noch entsprechend gestaltet werden, z. B. mit passenden Symbo­ len oder Bildern. (Anmerkung: Sollte in der Phase des Wechselns in die Expertengruppe dem fünften Blatt kein Schüler zugeordnet sein, gibt der Lehrer dieses Blatt dann einfach in die entsprechende Expertengruppe. Diese kann die Ergebnisse dann auswerten und einbeziehen.) Der Vorteil dieses Vorgehens ist, dass alle Schüler der Klasse ihr Vorwissen einbringen und keine Idee verloren geht. Dadurch fühlen sich alle angesprochen, verantwortlich und bestätigt – egal ob leistungsstark oder leistungsschwach. * Unter dem Begriff „Verkehrseinrichtungen“ wird in diesem Ordner über seine eigentliche Definition hinaus erweitert alles verstanden, was im Straßenverkehr eingerichtet wurde, um Verkehrsteilnehmern eine sichere Fortbewegung und einen sicheren Aufenthalt zu gewährleisten.

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